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Fremdsprachenbegegnung

Integrierte Fremdsprachenarbeit (IFA) in Rheinland-Pfalz

 

Aus dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 8.12.11:

„Die Vielfalt der Sprachen und Kulturen ist ein Reichtum, den es durch geeignete Bildungsmaßnahmen zu erschließen gilt. Dem Fremdsprachenunterricht kommt hier eine besondere Rolle zu. Er schafft zielorientierte Kommunikationsfähigkeit und trägt dazu bei, interkulturelle Handlungskompetenz zu entwickeln, um sich im globalen Rahmen wertbasiert orientieren zu können.

Mit Blick auf ein politisch und wirtschaftlich zusammenwachsendes Europa und auf die Internationalisierung der Märkte gewinnt Mehrsprachigkeit immer mehr an Bedeutung. Um sie im Prozess des lebenslangen Lernens zu entwickeln, müssen erstsprachige Kompetenzen in den Fremdsprachenerwerb integriert und Synergien genutzt werden.“ [1]

Rheinland-Pfalz hat sich auf der Grundlage dieser Empfehlung entschieden, die besonderen Sprachlernfähigkeiten von Kindern ab Klasse 1 aufzugreifen und im Unterricht zu verankern. Kern des rheinland-pfälzischen Konzeptes ist die integrierte Fremdsprachenarbeit (IFA). Sprachenlernen in integrierter Form heißt, dass der Englischunterricht möglichst täglich stattfindet und Themen nahezu aller Lernbereiche fächerverbindend und -übergreifend verknüpft werden können.

 

Der Teilrahmenplan Fremdsprachen[2] bildet die Inhalte und Ziele des Fremdsprachenlernens in der Primarstufe ab.

Inhaltlich ausgerichtet ist das Lernen an folgenden Lebens- und Erfahrungsbereichen:

  • Meine Sprache(n) – deine Sprache(n)
  • Das bin ich – Familie, Freunde, Freizeit
  • Feste feiern – hier und anderswo
  • Andere Länder – andere Leute
  • Märchen, Mythen, Fantasien

Am Ende der Grundschulzeit sollen die Schüler fremdsprachliche Äußerungen verstehen, sich in einfachen Sätzen über ihren Alltag verständigen, Dinge benennen, Fragen stellen, Antworten geben, Dialoge führen und einzelne Wörter und kurze Sätze lesen und schreiben können.

Die Fremdsprachenarbeit in der rheinland-pfälzischen Grundschule verzichtet auf eine Beschreibung der Leistungen durch Noten. Stattdessen erfolgt die Rückmeldung über den Lern- und Entwicklungsstand über ein eigens entwickeltes Sprachenportfolio. Mit Hilfe dessen wird der Sprachlernprozess eines Kindes in den Bereichen Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben über die gesamte Grundschulzeit hinweg dokumentiert.

 

Weitere Infos finden Sie unter:

http://grundschule.bildung-rp.de/lernbereiche/fremdsprachen/teilrahmenplan-fremdsprache

 

 


[1] Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Stärkung der Fremdsprachenkompetenz
Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 08.12.2011, S. 2

[2] Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend: Teilrahmenplan Fremdsprachen, 2004, S. 15ff